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Portrait Dr. Matthias Schemmel

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Dr. Matthias Schemmel

Reflexion auf Wissenschaft und Gesellschaft in der ‘utopischen Periode’ der Max-Planck-Gesellschaft

Zur Person

Matthias Schemmel studierte Physik und Astronomie (Diplom 1997) an der Universität Hamburg und der Nanjing Universität und Geschichte (Promotion 2006) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1997 arbeitet er am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte an historischen Quellen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung physikalischen Wissens im zwanzigsten Jahrhundert, mit der transformation des frühneuzeitlichen Wissenssystems, mit der Entstehung theoretischer Wissenschaft in antiken Gesellschaften, insbesondere China, und mit dem Wissenstransfer zwischen Europa und China. Er hat an der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Bern und der Universität Venedig unterrichtet.Von 2008 bis 2012 leitete er im Rahmen des Exzellenzclusters TOPOI eine interdisziplinäre Forschergruppe zur langfristigen Entwicklung räumlicher Begriffe.

 

Mit der Gründung des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt 1970 in Starnberg hatte die Max-Planck-Gesellschaft einen in ihrer Geschichte bis dahin nie gegebenen Raum zur Reflexion auf Wissenschaft und ihre Rolle in der Gesellschaft geschaffen. Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die inhaltliche Entwicklung der Forschungstätigkeit am Starnberger Institut im Bereich der Wissenschaftsforschung in ihrem Zusammenhang mit den sie ermöglichenden und beschränkenden institutionellen Entwicklungen innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft darzustellen. Dies soll geschehen unter Berücksichtigung zeitgenössischer gesellschaftlicher Entwicklungen und des sich zeitgleich weltweit formierenden und zum Teil in Institutionen (Club of Rome, Internationales Institut für angewandte Systemanalyse) niederschlagenden Problembewusstseins bezüglich global-ökonomisch-ökologischer Themen.