Demonstration gegen § 218 zum Schwangerschaftsabbruch im Juni 1988 in Göttingen
Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F079091-0006 / CC-BY-SA 3.0

Gender

Birgit Kolboske erforscht die Frauen- und Geschlechtergeschichte in der Max-Planck-Gesellschaft. Die vorherrschenden Geschlechterverhältnisse und hierauf bezogene Karriereverläufe werden ebenso untersucht wie die langwierigen Transformationsprozesse weg von in der Regel intransparenten Wirkungszusammenhängen informeller Netzwerke hin zu einer modernen und an Gleichstellungspolitik orientierten Forschungsinstitution. Das Bedingungsgefüge der Max-Planck-Gesellschaft wird zeitgeschichtlich kontextualisiert, das doing gender wissenschaftshistorisch an einer Auswahl rechtswissenschaftlicher Max-Planck-Institute hinsichtlich ihrer Einflussnahme auf die bundesdeutsche Straf- und Familienrechtsreform der 1970er und 1980er Jahre analysiert. Auch die Bedeutung der traditionellen Dominanz der Naturwissenschaften in der Max-Planck-Gesellschaft für Repräsentanz und Karrieren von Wissenschaftlerinnen wird dabei in den Blick genommen.