Rechtswissenschaften

Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte kooperiert eng mit dem Forschungsprogramm zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft und untersucht in einem eigenen Sammelbandprojekt die Entwicklung der Rechtswissenschaft innerhalb der MPG. Das Projekt „Geschichte der Rechtswissenschaften in der Max-Planck-Gesellschaft“ geht der Doppelnatur dieser rechtswissenschaftlichen Institute nach: Was war ihre Rolle innerhalb der MPG? Was war ihre Funktion in der deutschen Rechts- und Universitätslandschaft? Ausgangspunkt sind zunächst einzelne Betrachtungen derjenigen Institute, die das juristische Cluster in der Zeit von 1948 bis 2002 prägten. Diese etwaige Sonderstellung der rechtswissenschaftlichen MPIs bezüglich der gewählten Forschungsschwerpunkte ist wiederum ein verbindendes Element, das zur übergreifenden Fragestellung zurückführt: Was trugen die juristischen MPIs zur deutschen Rechtslandschaft bei, das nicht von der universitären Jurisprudenz kommen konnte? Der Sammelband will diese Frage nach Möglichkeit beantworten – sowohl in der Summe der Institutseinzeldarstellungen als auch durch übergreifende Betrachtungen an Anfang und Schluss des Bandes.

Für die Beleuchtung der einzelnen juristischen Institute konnten sechs externe Rechtswissenschaftler gewonnen werden, die über ausgewiesene Expertise in der jeweiligen Rechtsmaterie verfügen. Die Autoren des Sammelbandes kommen in regelmäßigen Abständen zusammen, um den Fortgang ihrer Untersuchungen zu besprechen, Ergebnisse zu sichern, und die übergreifenden Fragestellungen zu diskutieren.

Ulrich Magnus (Universität Hamburg) – Max Planck Institute for International Private Law

Felix Lange (Humboldt-Universität zu Berlin) – Max Planck Institute for International Public Law

Jan Thiessen (Universität Tübingen) – Max Planck Institute for European Legal History

Sascha Ziemann (Universität Freiburg) – Max Planck Institute for International Criminal Law

Diethelm Klippel (Universität Bayreuth) – Max Planck Institute for Intellectual Property Law

Eberhard Eichenhofer (TU Dresden) – Max Planck Institute for Social Law and Social Policy

 

Gastwissenschaftler im Forschungsprogramm GMPG:

Jasper Kunstreich